Abfangjagdflugzeug Mc Donnell Douglas F-15 ASAT

Abfangjagdflugzeug Mc Donnell Douglas F-15 ASAT

Der ASAT-Flugkörper besaß keinen Gefechtskopf, sondern war dafür ausgelegt, den abzuschiessenden Satelliten durch einen
 Direkttreffer zu vernichten

Abwehr "lästiger" Satelliten.

Eine Satellitenüberwachung potentieller Gegner ist nur den größeren Raumfahrtnationen möglich, gilt aber als eine der wesentlichsten Informationsquellen im Fall eines Konflikts. Dabei kommt zwangsläufig die Frage auf den Tisch, ob es möglich ist, feindliche Späher zu "blenden" oder auszuschalten. Im Fall der Sowjetunion umkreisen diese Satelliten die Erde auf sehr niedrigen
Bahnen, was einen Angriff mit relativ kostengünstigen und dennoch präzisen Lenkwaffen ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn diese Lenkwaffen nicht vom Boden, sondern von einer hochtliegenden Plattform aus abgeschossen werden.

ASAT stößt auf Ablehnung.

Im Jahr 1978 schrieb die US-Luftwaffe schließlich das Programm für den Antisatellitenflugkörpcr ASAT aus, der so kompakt sein sollte, daß ihn eine F-15 mitzuführen vermag. Probleme ergaben sich dabei vor allem bei der Entwicklung der elektronischen und nachrichtentechnischen Anlage, der natürlich enge Grenzen hinsichtlich Masse und Volumen gesetzt waren. Erst im Januar 1984 konnte eine speziell für die ASAT-Mission ausgerüstete F-15 zum ersten Schießversuch starten. Dabei funktionierten die beiden
Antriebsstufen des Flugkörpers und das Lenksystem weitgehend zufriedenstellend, so daß am 13. September 1985 der erste echte Schuß stattfinden konnte. Obgleich erfolgreich, blieb es bei diesem Versuch und das Programm wurde auf Eis gelegt. Als dann Präsident Reagan den "Krieg der Sterne" anheizte, erinnerte man sich wieder dieser Waffe, doch verlief das ganze Projekt dann aufgrund der Ost-West-Entspannung offenbar im Sande.

Die wichtigsten Versionen:
F-15ASAT.

Die wichtigsten Abnehmerländer
USA.
 

 TECHNISCHE DATEN:

Typ: F-15 ASAT
Art: Satellisenabfangjäger
Triebwerk: zwei ZTL-Triebwerke Pratt & Whit-
ney FlOO-PW-100 mit je 106,48 kN
Leistungen:Höchstgeschwindigkeit Mach 2,5;
Dienstgipfelhöhe 30480 m; Flugdauer 5 h 15 m
Masse:höchstzulässige Ahflugmasse 30 845 kg
Abmessungen:Flügelspannweite 13,05 m; Länge
19,43 m; Höhe 5,63 m; Flügelfläche 56,48 m2
Bewaffnung:ein Fk ASAT mit 5,18 m Länge,
50,7 cm Durchmesser und 1 179 kg Startmasse
Besatzung:1
 

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