Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug McDonnell Douglas F4H-1 "Phantom II"

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Als im Oktober 1979 die Produktion der F-4 Phantom II auslief, hatten insgesamt mehr als fünftausend Flugzeuge aller Versionen die Montagestraßen verlassen. Hinzu kommen noch 138 Exemplare, die Mitsubishi in Japan in Lizenz gebaut hat.


Ein Phantom kommt selten allein

Im August 1954 unterbreitete McDonnell Douglas der US Navy das Projekt eines einsitzigen Kampfflugzeugs mit großem Einsatzradius, das am 18. Oktober angenommen wurde. Nach unzähligen Verzögerungen und Änderungen des Pflichtenhefts war man schließlich bei einem überschallschnellen Abfangjäger angelangt, und aufgrund des damit verbundenen komplexen Waffensystems mußte McDonnell Douglas einen zweiten Mann als Waffensystemoffizier in das Cockpit aufnehmen. Im Juli 1955 erhielt das Flugzeug die Bezeichnung F4H-1 Phantom II in Erinnerung an die FH-1 Phantom von 1946, die das erste Strahlflugzeug der US-Marine war.

Einhellige Aufnahme

Zunächst wurden nicht weniger als 23 Prototypen bestellt, von denen der erste im August 1956 begonnen und im April 1958 fertiggestellt wurde. Er begann am 27. Mai des gleichen Jahres auf dem Werkflugplatz in Saint Louis mit der Flugerprobung. Im Oktober 1960 bestellte die US Navy 192 F4H-1 und gab gleichzeitig die Entwicklung einer Jagdbomberversion mit der Bezeichnung F4H-1F in Auftrag. Zwei F4H-1 wurden umgerüstet und von Marine und Luftwaffe getestet. Auch die USAF war von den Leistungen der Phantom überzeugt und bestellte sie als F110A.

Die wichtigsten Versionen:
Im Jahr 1962 kam dann die Vereinheitlichung der Typenbezeichnungen: Aus F4H-1 wurde F-4B (Marine),
aus F110A wurde F-4C (Luftwaffe) und aus
F4H-1F (Marine) wurde F-4A.
XF4H-1 waren die 23 Prototypen.

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: F4H-1 (F-4B)
Art: trägergestützter Abfangjäger
Triebwerk: zwei Strahltriebwerke General Electric J79-GE-2A mit je 71,83 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 2 390 km/h;
Dienstgipfelhöhe 18 975 m;
Einsatzradius 960 km Masse:
höchstzulässige Abflugmasse 18 150 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 11,7 m;
Länge 17,76 m;
Höhe 4,96 m
Bewaffnung: vier Luft-Luft-Flugkörper Sparrow und vier Luft-Luft-Flugkörper Sidewinder

Besatzung: 2
 

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