Jagdbomben-und Erdkampfflugzeug General Dynamics F-16XL

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Obschon die F-16XL ihre Abstammung von der F-16 Fighting Falcon nicht verleugnen kann, fällt insbesondere das doppeldeltaförmige Tragwerk auf, das eine Verzweifachung der Kampfmittelzuladung erlaubte.


Von der Jagd zur Erdkampfunterstützung

Seit Indienststellung der Fighting Falcon arbeitete General Dynamics an der Entwicklung einer F-16-Version, die unter Verwendung eines Großteils der Baugruppen weit bessere Flugleistungen aufbringen sollte. Diese Bemühungen mündeten schließlich in das Projekt SCAMP (Supersonic Cruise and Manoeuvering Prototype), mit dem das Unternehmen Mitte der achtziger Jahre eine Ausschreibung der US Air Force für ein Erdkampfunterstützungsflugzeug beantwortete. Im Anschluß an einige Änderungen am Tragwerk konnte General Dynamics dann einen Auftrag über zwei Prototypen mit der Bezeichnung F-16XL verbuchen.

Ein hervorragendes Flugzeug geht leer aus

Im Vergleich zur F-16 A hatte die F-16XL weitaus bessere Leistungen aufzuweisen. Ohne ein anderes Triebwerk zu benutzen, erzielte sie einen um 44 Prozent größeren Einsatzradius und schleppte die doppelte Kampfmittelzuladung. Diese Steigerung verdankte sie in erster Linie einem neuen Tragwerk mit Leichtmetallstruktur und Verbundwerkstoffbehäutung, das allerdings eine Verlängerung des Rumpfes um 157,5 cm erforderte. Die erste XL war ein Einsitzer mit dem Pratt & Whitney F1ÜO als Antrieb und startete am 3. Juli 1982 als XL-1 zu ihrem Ersttlug. Für den zweisitzigen zweiten Prototyp XL-2 wurde ein General Electric F1 10 verwendet. In 367 Flügen bewiesen die beiden F-16XL ihre Fähigkeiten, indem sie beispielsweise zwölf Mk.82-Bomben als Außenlast mit Überschallgeschwindigkeit ins Ziel brachten. Sie wurden von der US-Luftwaffe als F-16E einer vergleichenden Erprobung mit der F-15E von McDonnell Douglas unterzogen... und zogen dabei den kürzeren.

Die wichtigsten Versionen
F-16XL-1 (Einsitzer);
F-16XL-2 (Zweisitzer).

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: F-16XL-1
Art: Jagdbomber
Triebwerk: ein ZTL-Triebwerk Pratt & Whitney F100-PW-200 mit 106 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 2;
Reichweite über 4 600 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 21 772 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,43 m;
Länge 16,51 m;
Höhe 5,36 m;
Flügelfläche 61,59 m2
Bewaffnung: eine 20-mm-Maschinenkanone Vulcan, zwei Luft-Luft-Flugkörper AIM-9 Sidewinder und 6 850 kg Kampfmittel
Besatzung: l
 

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