Heereshubschrauber Eurocopter Tiger

Foto eines deutschen Panzerabwehrhubschraubers der zweiten Generation (PAH-2) Tiger. Über dem Rotorkopf das stabilisierte Mastvisier mit Laserentfernungsmesser, optischen und Infrarotsensoren und automatischem Merfachzielverfolgungsgerät.


Ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt -

Ende der 70er Jahre nahmen Aerospatiale und MBB auf Wunsch ihrer jeweiligen Regierungen die Arbeit an einem deutsch-französischen Kampfhubschrauber auf. Da sich die nationalen Bedarfsträger nicht auf eine gemeinsame Auslegung einigen konnten, unterzeichneten die beiden Verteidigungsministerien im Mai 1984 ein Abkommen, das die Realisierung von drei verschiedenen Versionen vorsah.

Eine langwierige Entstehung -

Für die gemeinsame Durchführung dieses Programms gründeten Aerospatiale und MBB das Eurocopter-Konsortium in Paris. Nach langwierigen Verhandlungen einigten sich Paris und Bonn am 13. November 1987 auf die gemeinsame Auslegung einer Panzerabwehrversion und gaben am 8. Dezember 1987 grünes Licht für die Entwicklung zur Serienreife.

Die Programmdurchführung -

Aerospatiale ist für den Heckrotor, die zentrale Rumpfsektion, das Getriebe, das Bordnetz, das Kraftstoffsystem, die Aerodynamik und für Materialerhaltungsfragen zuständig. MBB ist für den Heckrotorträger, die Bugsektion mit den Cockpits, den Hauptrotor, das Hydrauliksystem, die Flugsteuerung und die Erprobung verantwortlich. Der Erstflug des Prototyps war für Frühjahr 1991 vorgesehen. Geplant war die Beschaffung von 75 HAP ab 1997 sowie von 212 PAH-2 und 140 HACab 1998.

Die wichtigsten Versionen:
PAH-2 (deutscher Panzerabwehrhubschrauber);
HAC (Helicoptere Anti-Char - französischer Panzerabwehrhubschrauber);
HAP (Helicoptere d'Appui Protection - französischer Kampfunterstützungs- und Geleithubschrauber).

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Bundesrepublik Deutschland, Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: PAH-2
Art: Panzerabwehrhubschrauber
Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke MTU/Rolls-Royce/Turbomeca MTR 390 mit je 958 kW

Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit ca. 280 km/h;
Schwebeflughöhe mehr als 2 000 m außerhalb des Bodeneffekts; Flugdauer 3 h 10 min

Masse:
Leermasse 3 300 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 6 000 kg

Abmessungen:
Hauptrotordurchmesser 13,00 m;
Rumpflänge 14,00 m;
Höhe 3,81 m;
Hauptrotorkreisfläche 132,7 m2

Bewaffnung: acht Panzerabwehr-Fk HOT oder TRIGAT LR und vier Luft-Luft-Fk Stinger 2 (PAH-2) bzw. Matra Mistral (HAC); eine 30-mm-Maschinenkanone, vier Luft-Luft-Fk Matra Mistral und zwei 22x68-mm-Raketenbehälter

Besatzung: 2
 

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