Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Dassault Etendard IV

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Als trägergestütztes Kampfflugzeug verfügt die Etendard IV über ein typisches Dreibeinfahrwerk mit großer Bodenfreiheit.


Eine firmeneigene Entwicklung

Mitte der 50er Jahre nahm Dassault die Entwicklung eines einstrahligen, leichten und kostengünstigen Abfangjägers und Jagdbombers auf und baute drei Prototypen mit unterschiedlichen Triebwerken: Etendard II (mit Turbomeca Gabizo), IV (mit SNECMA Atar 8B) und VI (mit Bristol Siddeley Orpheus). Die Etendard IV (die beiden anderen Versionen wurden eingestellt) flog erstmals am 24. Juli 1956.

Rettung durch die französischen Marineflieger

Da auch die Etendard IV nicht von der französischen Luftwaffe bestellt wurde, modifizierte Dassault das Flugzeug für Decklandungen. Daraufhin bestellten die französischen Marineflieger insgesamt 69 Exemplare der modifizierten Etendard IV-M, die am 21. Mai 1958 ihren Erstflug absolvierte und ab Januar 1962 auf den Flugzeugträgern Foch und Clemenceau eingeführt, inzwischen aber vollzählig ausgemustert wurde. Dazu kamen 21 unbewaffnete Etendard IV-P als Fotoaufklärer und Tankerflugzeuge, die sich heute noch im Einsatz befinden.

Kampfwertsteigerung zur Super Etendard

Anfang der 70er Jahre beauftragte die französische Marine Dassault mit der Entwicklung eines kampfwertgesteigerten Musters, das zu 90 Prozent mit der Etendard IV-M baugleich sein sollte. Die notwendigen Änderungen führten schließlich dazu, daß die resultierende Super Etendard nur noch im Zellenbereich an die Etendard erinnert und zu 90 Prozent ein neues Flugzeug darstellt.

Die wichtigsten Versionen:
Etendard IV-M (Abfangjäger und Jagdbomber);
IV-P (Aufklärer).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: Etendard IV-M
Art: trägergestützter Abfangjäger und Jagdbomber
Triebwerk: ein Strahltriebwerk SNECMA Atar 8B mit 43, l kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit l 100 km/h in Meereshöhe; Dienstgipfelhöhe 15 000 m;
Reichweite l 700 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 10 200 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 9,60 m;
Länge 14,40 m;
Höhe 4,30 m;
Flügelfläche 28,40 m2
Bewaffnung: zwei 30-mm-Maschinenkanonen DEFA;
Kampfmittelzuladung l 360 kg an vier Unterflügelstationen

Besatzung: l
 

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