Mittlere Bombenflugzeuge Dyle et Bacalan DB-10

Der Öffentlichkeit wurde die DB-10 zum erstenmal anläßlich des Pariser Luftfahrtsalons von 1926 vorgestellt, der seinerzeit noch im Grand Palais stattfand.


Eine ungewöhnliche Konstruktion -

Die in Bordeaux ansässige und auf den Schiffbau spezialisierte Firma Dyle et Bacalan begann 1925 ihre Aktivität auf den noch jungen Flugzeugsektor auszudehnen. Mit dem recht interessanten Entwurf DB-10 schuf Ingenieur Letang das erste Muster einer insofern etwas eigenwilligen Baureihe, als der mit dem Tragwerk integrierte Rumpf so geformt war, daß er zum Gesamtauftrieb des Flugzeugs beitrug. Das Mittelstück in Form eines sehr dicken Flügels enthielt auch die Triebwerke mit den Kühlern und umfaßte somit alle Teile mit hohem Luftwiderstand.

Kein großer Erfolg -

Die völlig aus Metall hergestellte DB-10 war als zweimotoriger Nachtbomber ausgelegt und hatte eine Besatzung von vier Mann. Pilot und Kopilot saßen hintereinander in einem geschlossenen Cockpit, während der Bordschütze einen offenen Stand besetzte. Für den Navigator war im Flügelmittelstück eine Kabine eingerichtet. Bei den Flugversuchen mit der 1926 fertiggestellten DB-10 gab es einige Enttäuschungen, und überdies hatten die Konkurrenten LeO 20 von Liore et Olivier und Farman F.63 mehr zu bieten. Das Flugzeug ging daher nicht in die Serienfertigung.

Die wichtigsten Versionen: DB-10 (Prototyp).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: DB-10
Art: Nachtbomber
Triebwerk: zwei luftgekühlte Neunzylinder-Sterntriebwerke Gnome-Rhone Jupiter 9Ab mit je 358 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 195 km/h in Meereshöhe; Dienstgipfelhöhe 6 000 m
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 5 600 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 25 m;
Länge 13,60 m; Flügelfläche 93 m2
Bewaffnung: zwei beweglich lafettierte Lewis-Maschinengewehre im Bugstand plus 1300 kg Bomben im Waffenschacht
Besatzung: 4
 

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