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Ein risikoreiches Vorhaben
Nachdem die US-Luftwaffe und das Marinekorps 1964 beschlossen hatten, im Rahmen des COIN-Programms (Counter-lnsurgency) der NA-300
von North American den Vorzug gegenüber der von General Dynamics/Convair 48 Charger zu geben, versuchte der Verlierer auf eigene Faust noch eine Chance für sein Muster zu kreieren, doch mußte das Projekt dann doch
fallengelassen werden.
Mehrzweckeignung im Vordergrund
Das nach einem recht anspruchsvollen Pflichtenheft entworfene Muster wies einen relativ kleinen Flügel auf, der an einem durchgehenden
Torsionskasten eine feste Vorderkante und Zweifachspaltklappen als Hinterkante hatte. Im Gegensatz zu der in den USA üblichen Praxis, bei Zweimotorigen die gleiche Drehrichtung zu wählen, verwendete General
Dynamies zwei im Gegensinn rotierende Luftschrauben, um bei diesem relativ gedrungenen Typ ohne allzu große Steuerflächen auszukommen. Für den Antrieb sorgten zwei Pratt & Whitney T74 mit je 485 kW.
Einige Bauteile der Zelle bestanden aus Verbundwerkstoffen (Randbögen der Flügel und nichttragende Rumpfelemente).
Erstaunliche Kapazitäten
Die Charger konnte entweder vier 1 14-kg-Bomben an
Außenstationen oder im Rumpf sechs Fallschirmjäger transportieren. Die Innenkapazität betrug 900 kg an Material oder Fotoausrüstung. Außerdem hatte sie eine Überführungsreichweite von 4 700 km und eine ausgedehnte
Patrouillenflugzeit im Einsatzgebiet.
Die wichtigsten Versionen: Charger.
Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
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TECHNISCHE DATEN:
Typ:Charger Art:COIN- und Mehrzweckflugzeug Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke Pratt & Whitney T74 mit je 485 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 510 km/h in Meereshöhe; Reisegeschwindigkeit 350 km/h; Überführungsreichweite 4 700 km Masse: Leermasse 2 020 kg; höchstzulässige Abflugmasse 3 300 kg
Abmessungen:Flügelspannweite 8,37 m; Länge 10,61 m; Höhe 4,13 m Bewaffnung: vier 1 14-kg-Bomben an Außenstationen oder sechs Fallschirmjäger oder 900 kg Material im Rumpf
Besatzung: 2
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