Luftüberlegenheitsjagdflugzeug British Aerospace EAP

british aerospace eap

Nachdem Frankreich aus dem gemeinsamen Projekt eines europäischen Kampfflugzeugs ausgeschieden ist, fliegen zwei Erprobungsträger für künftige Kampfflugzeuge in Europa: der EAP (Bild) und die Rafale A von Dassault-Breguet.


Ein Technologieerprobungsträger -

1982 stellte British Aerospace (BAe) in Zusammenarbeit mit anderen Luftfahrtunternehmen aus Großbritannien, Italien und der Bundesrepublik Deutschland das Projekt ACA (Agile Combat Aircraft) vor. 1983 beauftragte das britische Verteidigungsministerium BAe mit dem Bau eines Erprobungsträgers auf der Basis des ACA-Entwurfs, der die Bezeichnung EAP (Experimental Aircraft Programme) erhielt.

Ein europäisches Forschungsprojekt -

Nachdem Frankreich aus dem geplanten europäischen Kampfflugzeugprojekt ausgeschieden war, wurde der Bau des EAP durch Großbritannien, Italien und die Bundesrepublik Deutschland finanziert. Am 8. August 1986 hob der EAP zu seinem Erstflug ab. Das Flugzeug besteht weitgehend aus fortschrittlichen Leichtlegierungen, Titan und kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen. Die vierfach ausgelegte digitale elektronische Flugsteuerung (Fly-by-wire) des rechnerstabilisierten Flugzeugs ist im Rahmen des früheren Programms Jaguar ACT (Acti ve Control Technology) von BAe entwickelt worden.

Ein Kampfflugzeug für Europa -

Der EAP dient im wesentlichen zur Erprobung von Technologien und Bordsystemen für das künftige europäische Kampfflugzeug EFA (Eu-
ropean Fighter Aircraft), an dem neben den drei genannten Ländern auch Spanien beteiligt ist. Der Erstflug des ersten EFA-Prototyps wurde 1991 in Manching in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt.

Die wichtigsten Versionen EAP.

Die wichtigsten Abnehmerländer Großbritannien.
 


———— TECHNISCHE DATEN ———
 Typ: EAP
Art: Technologieerprobungsflugzeug
Triebwerk: zwei Strahltriebwerke Turbo-Union RB199-34R Mk 104D ohne Nachverbrennung mit je 40,0 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit über Mach 2
Masse: Leermasse 10 000 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 14 515 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 11,77 m;
Länge 14,70 m;
Höhe 5,52 m;
Flügelfläche 52,0 m2
Bewaffnung: keine
Besatzung: 1
 

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