Mittlere Bombenflugzeuge Boeing Model 214, 215 und 246

Eine Boeing Model 215 mit einer Boeing P-26 Peashooter im Hintergrund. Die 215 war ein typisches Flugzeug der Übergangsperiode und zeichnete sich durch zahlreiche Neuerungen wie einziehbares Fahrwerk und freitragendes Tragwerk aus.


Eine revolutionäre Konstruktion -

1930 nahm Boeing auf eigene Kosten die Entwicklung des Modells 214 auf, das auf der Boeing 200 Monomail beruhte. Der resultierende zweimotorige Bomber wurde von einer vierköpfigen Besatzung geflogen und konnte etwa 1000 kg Kampfmittel mitführen. Er besaß ein starres Fahrwerk und ein einzelnes Seitenleitwerk.

Erst 215, dann 214 -

Als erster Prototyp rollte am 13. April 1931 das Modell 215 mit zwei Triebwerken Pratt & Whitney R-1860-13 mit je 423 kW an den Start. Das US Army Air Corps (USAAC) übernahm diesen Prototyp unter der Bezeichnung YB-9, ferner den zweiten - noch unfertigen - Prototyp des Modells 214 als Y1B-9 und fünf Erprobungsmuster des Modells 246 als Yl B-9A.

Ein Fehlschlag für Boeing -

Die Boeing 214 flog im November 1931 mit zwei Triebwerken Curtiss Conqueror mit je 441 kW, wurde aber anschließend ebenso wie das Modell 246 (Erstflug 1932) auf Hornet-Triebwerke von Pratt & Whitney mit je 423 kW umgerüstet. Trotz ihres einziehbaren Fahrwerks und ihres freitragenden Tragwerks unterlag die Boeing 246 jedoch bei der vergleichenden Erprobung gegen das Model 123 von Martin, das vom USAAC als B-10 eingeführt wurde. Daraufhin führte Boeing die Entwicklung in Richtung auf schwere Bombenflugzeuge weiter.

Die wichtigsten Versionen: Model 214, 215, 246.

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: Model 246
Art: mittlerer Bomber
Triebwerk: zwei luftgekühlte Neunzylinder-Sterntriebwerke Pratt & Whitney R-1860-11 mit je 441 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 300 km/h;
Reichweite 870 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 6 495 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 23,42 m;
Länge 15,77m
Bewaffnung: ein 7,62-mm-Maschinengewehr;
Kampfmittelzuladung 1000 kg
Besatzung: 4
 

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