Mittlere Bombenflugzeuge Bloch MB-130 und 131

Aufgrund ihrer hohen Verwundbarkeit mußten die MB-131 rasch aus dem Tageinsatz zurückgezogen werden und dienten dann ausschließlich für Nachtflüge.


Vom Bombenwurf bis zur Aufklärung -

Mit der MB-130 entsprach die kleine Firma von Martin Bloch in Courbevoie einer Ausschreibung des französischen Luftfahrtministeriums für den Entwurf eines Bomben- und Aufklärungsflugzeugs zur Unterstützung der Bodentruppen. Das nicht sehr leistungsfähige Flugzeug flog erstmals am 29. Juni 1934 und wurde in 40 Einheiten bestellt, doch blieben noch zahlreiche Probleme zu lösen.

Über die MB-131 zum Serienbau -

Die gegenüber der MB-130 erheblich verbesserte MB-131 startete am 16. August 1936 zum ersten Flug, brachte aber dennoch eine herbe Enttäuschung. Der zweimotorige Ganzmetalltiefdecker mit seinem einziehbaren Heckradfahrwerk war immer noch so weit von den geforderten Leistungen entfernt, daß ein zweiter Prototyp gebaut werden mußte, der am 8. Mai 1937 flog und schließlich zur Serienversion führte. Gefertigt wurde das Flugzeug dann ab 1937 von der staatlichen SNCASO, in der die Firmen Bloch und Bleriot aufgegangen waren. Auf 13 Einheiten der viersitzigen Aufklärerversion MB-131 R.4 folgten fünf Trainer mit Doppelsteuer unter der Bezeichnung MB-131 Ins. und 119MB-131RB.4 für Aufklärung und Bombenwurf.

Harte Zeiten für schwache Flugzeuge -

Bei Kriegsausbruch waren sechs Aufklärungseinheiten in Frankreich und eine in Nordafrika mit dem Bloch-Muster ausgerüstet. Sie konnten
bald nur noch für Nachteinsätze herangezogen werden und erlitten selbst dabei schwere Verluste. Einige Überlebende wurden von der Vichy-Regierung als Zielschlepper verwendet.

Die wichtigsten Versionen:
MB-130 (Prototyp);
MB-131R.4, Ins. und
RB.4 (Serienversionen).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: MB-131RB.4
Art: Aufklärungs- und Bombenflugzeug
Triebwerk: zwei luftgekühlte 14-Zylinder-Doppelsterntriebwerke Gnome-Rhöne 14N-10/11 mit je 708 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 350 km/h in 3 750 m Höhe;
Reisegeschwindigkeit 270 km/h;
Dienstgipfelhöhe 7 250 m;
Reichweite 1300 km
Masse:
Leermasse 4 690 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 8 600 kg

Abmessungen:
Flügelspannweite 20,30 m;
Länge 17,85 m;
Höhe 4,10 m;
Flügelfläche 54 m2

Bewaffnung:
drei 7,5-mm-Maschinengewehre im Bug, auf dem Rumpf und unter dem Rumpf plus 800 kg Bomben

Besatzung: 4
 

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