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Eine ausgefallene Konstruktion -
Im Rahmen eines Programms zur Schaffung eines mehrsitzigen Kampfflugzeugs entwarf Ingenieur Leon Kirsle die Bleriot 117, die jedoch abgelehnt wurde, worauf ihr
Konstrukteur an die Entwicklung der verbesserten Bleriot 127 ging. Der Eindecker in Gemischtbauweise fiel insbesondere durch seine ungewöhnliche Anordnung der MG-Stände auf. Die Besatzung umfaßte neben dem Piloten
einen Schützen im vorderen Stand sowie zwei weitere Schützen, die ihre Positionen im hinteren Teil der verlängerten Motorgondeln bezogen. Dank dieser Anordnung war das Schußfeld praktisch unbegrenzt. Angetrieben von
zwei Hispano-Suiza 12 Gb mit je 368 kW begann der Prototyp am 7. Mai 1926 mit den Flugversuchen. Daraus entstand kurz darauf die Version 127/2 mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen im Cockpit, die dann auch in
Serie ging.
Ein umstrittenes Flugzeug -
Im Anschluß an den Erstflug des Prototyps am 10. Januar 1928 wurden 42 Exemplare der Bleriot 127/2 gebaut, die ab Anfang 1929 den Staffeln 4 und 8 des 11.
Bomberregiments zuliefen. Obgleich das Flugzeug der feindlichen Jagd geschwindigkeitsmäßig überlegen war, fiel es aufgrund seiner Instabilität und der dadurch verursachten Unfälle immer mehr in Ungnade. Der Grund
dafür wurde erst 1933 aufgedeckt, als der luftfahrttechnische Dienst bei ausgedehnten Versuchen eine Fehlkonstruktion der Steuerflächen feststellte. Kurze Zeit später wurde das Flugzeug von den Frontverbänden
abgezogen.
Die wichtigsten Versionen: 127/1 (Prototyp); 127/2 (Serienausführung); 127/3 (Nachtbomber); 127/4 (mit modifiziertem Fahrwerk).
Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
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TECHNISCHE DATEN: Typ: 127/2 Art: Mehrzweckkampfflugzeug Triebwerk: zwei flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Triebwerke Hispano-Suiza 12 Hb mitje 405 kW Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 200 km/h;
Dienstgipfelhöhe 6 850 m Masse: Leermasse 3 750 kg; höchstzulässige Abflugmasse 4 966 kg Abmessungen: Flügelspannweite 23,20 m; Länge 14.68m; Höhe 3,41 m
Bewaffnung: 7.7-mm-Maschinengewehre Lewis plus 250 kg Bomben.
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