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Ein militärischer Aufklärer -
1934 nahm Avro auf Wunsch des britischen Luftfahrtministeriums die Entwicklung eines Aufklärers auf, der aus der zivilen Avro 652
aus dem Jahr 1933 abgeleitet wurde. Die resultierende 652 A war der erste Eindecker und das erste Flugzeug der britischen Luftwaffe mit einziehbarem Fahrwerk. Die ersten Exemplare Anson Mk 1 liefen im März 1936 der
48. Staffel des Coastal Command als Seeaufklärer zu, wo sie sich aufgrund ihrer einfachen Konstruktion und ihrer hohen Zuverlässigkeit bald den Spitznamen "Treue Annie" erwarben.
Ein weitverbreitetes Schulflugzeug -
Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs waren bereits etwa 1 000 Exemplare gebaut worden. Sehr bald zeigte sich jedoch, daß die Anson militärischen Aufgaben nicht mehr
gewachsen war. Als jedoch am 18. Dezember 1939 ein Schul- und Ausbildungsprogramm auf Commonwealth-Ebene eingeleitet wurde, fiel die Wahl als Standardmuster auf die Avro Anson. In Großbritannien und Kanada wurden
bis nach Kriegsende insgesamt 11 020 Exemplare gebaut. 8 138 davon gingen an die RAF, die sie 20 Jahre lang für die Pilotenschulung und für die Navigations- und Schießausbildung einsetzte.
Eine erfolgreiche Nachkriegskarriere -
Als Antwort auf die geänderten Anforderungen auf dem Ausbildungssektor wurde gegen Kriegsende eine völlig neue Version entwickelt. Die Anson T.20 erhielt ein Trag- und
Leitwerk aus Metall, einen verglasten Rumpfbug für die Ausbildung von Bombenschützen und 16 Außenlastträger für das Mitführen von Übungsbomben unter dem Rumpf und unter den Tragflügeln. Nach dem Erstflug des
Prototyps am 5. August 1945 wurde die T.20 in 59 Exemplaren gebaut, die zum größten Teil nach Südrhodesien geliefert wurden. Bevor die letzte der 11 020 Anson im Mai 1952 die Montagehalle verließ, waren noch zwei
weitere Versionen für die Funk- und Navigationsausbildung gebaut worden.
Die wichtigsten Versionen T.20.
Die wichtigsten Abnehmerländer Großbritannien und Commonwealth-Länder, vor allem Südrhodesien.
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———— TECHNISCHE DATEN ———— Typ: T.20 Art: Schulflugzeug für Navigations- und Bombenschützenausbildung
Triebwerk: zwei luftgekühlte Siebenzylinder-Sterntriebwerke Armstrong Siddeley Cheetah XV Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 303 km/h in 2 135 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 5 800 m; Reichweite 1 270 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse ca. 3 700 kg Abmessungen: Flügelspannweite 17,20 m; Länge 12,88 m; Höhe 3,99 m; Flügelfläche 38,05 m2 Bewaffnung: zwei Maschinengewehre, 165 kg Bomben
Besatzung: 3
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