Mittlere Bombenflugzeuge Avia 158

Die tschechische Avia B.158 wies eine für die damalige Zeit moderne Linienführung auf, fiel aber der deutschen Invasion zum Opfer.


Ein vielversprechendes Muster -

Der tschechische Ingenieur Robert Nebesar entwarf 1935 einen mittelschweren Bomber mit der Bezeichnung B.58, den er anfänglich mit Triebwerken des Typs Avia RK.17 ausrüsten wollte. Diese Lösung erwies sich jedoch als unbefriedigend, worauf man sich für den doppelt so starken Hispano-Suiza-Motor 12 Ydrs entschied. Außerdem wurde der Entwurf in verschiedenen Punkten verbessert und wies daraufhin anstelle des einfachen Leitwerks zwei Seitenflossen und anstelle des ursprünglich vorgesehenen starren Fahrwerks ein einziehbares auf. Der so modifizierte und in Avia B. 158 umbenannte Bomber wurde schließlich 1938 fertiggestellt. Er besaß vielversprechende Flugeigenschaften und Leistungen und konnte sich durchaus mit den besten Flugzeugen seiner Kategorie messen.

Opfer des deutschen Einmarschs -

Als die deutschen Truppen im März 1939 die Tschechoslowakei besetzten, waren die Flugversuche noch im Gang. Der einzige Prototyp wurde von der Besatzungsmacht beschlagnahmt und bis Sommer des gleichen Jahres mit deutschem Kennzeichen erprobt, wenig später aber verschrottet.

Die wichtigsten Versionen: Avia 158; B.158.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Tschechoslowakei.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: B.158
Art: zweimotoriger, mittelschwerer Bomber
Triebwerk: zwei von Avia in Lizenz gebaute flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Triebwerke Hispano-Suiza 12 Ydrs mit je 633 kW
Leistungen: 
Höchstgeschwindigkeit 435  km/h;
Dienstgipfelhöhe 8 500 m;
Einsatzradius 1 100 km
Masse:
höchstzulässige Abflugmasse 7 260 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 16m;
Länge 12m;
Flügelfläche 43 m2
Bewaffnung:
drei beweglich lafettierte 7,7-mm-Maschinengewehre im Bug, auf der Rumpfoberseite und unter dem Rumpf;
Kampfmittelzuladung über 1 000 kg
 

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