|
Zwei Walter als Väter -
Als letztes Arado-Projekt nahm Walter Rethel 1931 vor seinem Übertritt zu Messerschmitt ein Schulflugzeug in Angriff, dessen Prototyp
die Bezeichnung Ar 66a trug und 1932 mit der Flugerprobung begann. Für die Serienausführung zeichnete dann Diplomingenieur Walter Blume verantwortlich, und die ersten Lieferungen an die deutsche Luftwaffe erfolgten
noch 1933.
Ein Abstecher auf See -
Der zweite Prototyp mit der Bezeichnung Ar 66b war mit zwei hölzernen Schwimmern versehen und fiel insbesondere durch sein modifiziertes Leitwerk auf, das ein nach
hinten versetztes Höhenruder und ein unter dem Rumpf angeordnetes Seitenruder umfaßte. Von dieser Variante wurden aber nur zehn Serienausführungen gebaut.
Von der Schulung zum Bombeneinsatz -
Die
eigentliche Serienversion Ar 66c wurde vor dem zweiten Weltkrieg und auch noch während der ersten Kriegsjahre intensiv für die Ausbildung von Luftwaffenpiloten benutzt, dann aber auch im Kampfeinsatz verwendet.
Zusammen mit dem Schulflugzeug Gotha Go 145 kam das Flugzeug ab 1942 etwa ein Jahr lang bei den sogenannten Störkampfstaffeln an der Ostfront für nächtliche Angriffe von Bodenzielen zum Einsatz, wobei es vor allem
Splitterbomben mitführte.
Die wichtigsten Versionen Ar 66a (erster Prototyp); Ar 66b (zweiter Prototyp und zehn Serienausführungen für den Einsatz als Wasserflugzeuge); Ar 66c (Serienversion).
Die wichtigsten Abnehmerländer Deutschland.
|
|
———— TECHNISCHE DATEN —— Typ: Ar 66c Art: Schulflugzeug Triebwerk: ein Reihentriebwerk Argus As IOC mit 179 kW Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 210km/h in Meereshöhe;
Reisegeschwindigkeit 175km/h; Dienstgipfelhöhe 4 500 m; Reichweite 715 km Masse: Leermasse 905 kg; höchstzulässige Abflugmasse l 330 kg Abmessungen: Flügelspannweite 10 m;
Länge 8,30 m; Höhe 2,93 m; Flügelfläche 29,63 m2 Bewaffnung: keine Besatzung: 2
|