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Vom Postflugzeug zum Bomber -
Die 1934 ursprünglich als Langstreckenpostflugzeug konzipierte Amiot 340, ein zweimotoriges Muster mit gegenläufigen Propellern, wurde noch vor ihrem Erstflug im
März 1938 in den mittleren Bomber Amiot 350 modifiziert. Die zahlreichen Änderungen, die auf Wunsch des Technischen Dienstes der französischen Luftwaffe vorgenommen wurden, führten schließlich zur ersten
Serienversion 351, die im Januar 1939 in die Flugerprobung ging. Der Schalenrumpf besaß einen kreisförmigen Querschnitt; die freitragenden Flügel saßen in halber Rumpfhöhe (Mitteldecker). Die lange Cockpitverglasung
umschloß den Sitz des Piloten und des Bordschützen. Der Bombenschütze und Navigator saß im verglasten Rumpfbug, während der Funker gleichzeitig den Heckstand bediente. Bis 1939 waren 285 Exemplare in den Versionen
Amiot 351, 353 und 354 bestellt.
Zu spät -
Im Juli 1939 rollte die erste serienmäßige Amiot 351 an den Start. Organisatorische und technische Schwierigkeiten verzögerten die Einführung bei der Truppe
jedoch bis zum April 1940. Die Amiot 354 flog im Januar 1940 zum ersten Mal. Bis zum Inkrafttreten des deutsch-französischen Waffenstillstands am 25. Juni 1940 waren zwischen 67 und und 86 Exemplare der
französischen Luftwaffe zugelaufen, davon etwa 38 Amiot 354, und innerhalb des 9. Fliegerregiments als Aufklärer und Nachtbomber eingesetzt worden. 13 Exemplare wurden abgeschossen. Der Mangel an Ersatztriebwerken
und die Besetzung der französischen Feldflugplätze hielt die restlichen Amiot bald am Boden fest.
Die wichtigsten Versionen: Amiot 351 (mit doppeltem Seitenleitwerk und zwei Gnome-Rhöne 14N 38/39 von je
700 kW); Amiot 353 (mit doppeltem Seitenleitwerk und zwei Rolls-Royce Merlin II); Amiot 354 (mit einfachem Seitenleitwerk und zwei Gnome-Rhöne 14N 48/49).
Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich
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TECHNISCHE DATEN: Typ: Amiot 354 Art: mittlerer Bomber und Aufklärer Triebwerk: zwei luftgekühlte 14-ZyIinder-DoppeIsterntriebwerke Gnome-Rhöne 14N 48/49 mit je 780 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 480 km/h in 4 000 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 10 000 m; Reichweite 2 500 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 11 285 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 22,83 m;
Länge 14,50 m; Höhe 4,06 m; Flügelfläche 67 m2
Bewaffnung: eine 20-mm-Maschinenkanone; zwei 7,5-mm-Maschinengewehre MAC; Kampfmittelzuladung 1000 kg Bomben intern.
Besatzung: 4
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