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Ein Bomber als Globetrotter -
Am 13. September 1927 startete in Villacoublay bei Paris die als Bomber entworfene Amiot 122S zu einem 10 805 km langen Rundflug im Mittelmeerraum. Ein Jahr
später durchquerte dieser Doppeldecker in 65 h 45 min die Sahara in allen Richtungen. Das Flugzeug überbrückte auch die 2 100 km lange Strecke von Paris nach Colomb-Bechard nonstop in 11 h 30 min. Auf diesem Flug
wurde übrigens einer der ersten Funkpeiler getestet. Aufgrund dieser Erfahrungen ging der Hersteller dann an die Entwicklung eines echten Militärflugzeugs, das die Bezeichnung 122 BP2 (B für Biplacc oder Zweisitzer)
erhielt und den Übergang zur 122 BP3 bildete.
Die "dicke Julia" -
Das 1928 den französischen und ausländischen Behörden vorgestellte Flugzeug war als Fernaufklärer und -bomber für Tag- und
Nachteinsätze -auch unter wüstenähnlichen Bedingungen -konzipiert. Ab 1930 wurden 80 Exemplare der Amiot 122 BP3 beim 11. Fliegerregiment in Metz in Dienst gestellt, wo sie aufgrund ihres voluminösen Rumpfes den
liebevollen Spitznamen "grosse Julie" oder "dicke Julia" erhielt.
Unter brasilianischem Himmel -
Obschon das Flugzeug wegen seiner großen Spannweite aus Leichtmetall (Duraluminium)
hergestellt werden mußte, war es aufgrund seines schwachen Antriebs und der Bewaffnung langsam und schwerfällig. Immerhin vermochte es 500 kg Bomben mit einer Geschwindigkeit von 205 km/h über 1 000 km zu befördern,
wobei fünf 7,5-mm-Maschinengewehre für seine Verteidigung sorgten. Im Jahr 1931 wurden fünf Exemplare an Brasilien geliefert. Drei Serienflugzeuge dienten ab 1932 für Versuche mit neuen Triebwerken.
Die wichtigsten Versionen: Amiot 122 BP3.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
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TECHNISCHE DATEN:
Typ: Amiot 122 BP3 Art: Bombenflugzeug Triebwerk: ein 18-Zylinder-Reihenmotor Lorraine 18 Kd mit 485 kW Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 205 km/h; Dienstgipfelhöhe 6 200 m;
Einsatzradius 1 000 km Masse: Leermasse 2 800 kg; höchstzulässige Abflugmasse 4 200 kg Abmessungen: Flügelspannweite 21,50 m; Länge 13,72 m; Höhe 5,15 m; Flügelfläche 95 m2
Bewaffnung: fünf 7,5-mm-Maschinengewehre und mehr als 500 kg Bomben Besatzung: 3
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