Schulflugzeug Aero L-29 "Delfin" ("Maya")

aero l29 delfin maya

Die hier abgebildete L-29 Delfin trägt die Farben der indonesischen Luftwaffe und ist in einem vorzüglichen Zustand in Jakarta ausgestellt.


Der erste Strahltrainer des Ostens -

Mit der XL-29 schuf die tschechische Firma Aero das erste strahlgetriebene Schulflugzeug des Warschauer Pakts. Der Entwurf wurde 1955 von einem Team unter Leitung der Ingenieure K. Thomas und Z. Rublic begonnen, und der erste Prototyp nahm am 5. April 1959 die Flugerprobung auf. Er war noch mit einem britischen Strahltriebwerk Bristol Siddeley Viper ausgerüstet, während der im Juli 1960 fertiggestellte zweite Prototyp bereits den im eigenen Land für die Serienversion bestimmten Motorlet M-701 aufwies.

Qualität siegt -

Aus dem Wettbewerb mit den Konkurrenten Jakowlew Jak-30 und PZL-Mielec TS-11 Iskra ging die L-29 Delfin aufgrund ihrer überlegenen Leistungen als Sieger hervor und wurde mit Ausnahme von Polen, das an seiner TS-11 Iskra festhielt, in allen Warschauer-Pakt-Staaten als Standardschulflugzeug eingeführt. Bei der Nato erhielt die Delfin die Kodebezeichnung Maya. Sie wurde in den Jahren von 1963 bis 1974 in 3 600 Exemplaren gebaut und kam bei rund einem Dutzend Luftstreitkräften zum Einsatz, wobei allein die Sowjetunion etwa 2 000 Stück abnahm.

Einfachheit dominiert -

Ihren Erfolg verdankt die L-29 Delfin aber nicht nur der technischen Qualität und der sauberen Aerodynamik, sondern auch ihrer Einfachheit und vor allem den hervorragenden Stabilitäts und Flugeigenschaften, die einen Fehler des Pilotenschülers durchaus vergaben.

Die wichtigsten Versionen
L-29, L-29 A (Einsitzer für den Kunstflug),
L-29R (Prototyp eines leichten Kampfflugzeugs).

Die wichtigsten Abnehmerländer
Tschechoslowakei. Warschauer-Pakt-Länder einschließlich Sowjetunion, Ägypten, Syrien etc.
 


—— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: L-29
Art: Schulflugzeug
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Motorlet M-701 C500 mit 8,73 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 655 km/h;
Dienstgipfelhöhe 11 000 m;
Reichweite 895 km (mit Zusatzbehältern)
Masse: Leermasse 2 280 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3 540 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,29 m;
Länge 10,81 m;
Höhe 3,13 m;
Flügelfläche 19,80 m2
Bewaffnung: zwei 100-kg-Bomben oder acht Raketen oder zwei 7,62-mm-Maschinengewehre
Besatzung: 2
 

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