Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Aermacchi AM-3C

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Vierzig AM-3C konnten an Südafrika verkauft und 1972 geliefert werden, wo sie unter der Bezeichnung Bosbok noch heute Verwendung finden.


Zwei Hersteller am Werk

Zur Schaffung eines Nachfolgers für die Cessna L-19 veröffentlichten die italienischen Streitkräfte ein Pflichtenheft für ein Beobachtungs- und Verbindungsflugzeug, das die Firma Aermacchi in Zusammenarbeit mit Aerfer beantwortete. Der erste Prototyp der AM-3 stammte von Aermacchi und flog erstmals am 12. Mai 1967, während der zweite Prototyp von Aerfer am 22. August 1968 folgte.

Für zahlreiche Aufgaben geeignet

Der abgestrebte Hochdecker unterschied sich von der Aermacchi AL-60 vor allem durch strukturelle Neuerungen und war für Fracht- und Passagiertransporte, Sanitätsaufgaben, Kampfzonenbeobachtung, Verbindungs- und Aufklärungsflüge ausgelegt. Selbst eine Bewaffnung für den Angriff von Bodenzielen zur Unterstützung der Bodentruppen war vorgesehen.

Südafrika springt ein

Während die italienischen Streitkräfte die SM-1019 von SIAI-Marchetti bevorzugten, meldete die südafrikanische Luftwaffe einen Bedarf an 40 Exemplaren an. Sie gaben dem AM-3C bezeichneten Flugzeug den Namen Bosbok und setzen es noch heute in den Staffeln 41 und 42 ein. Weitere drei Einheiten gingen nach Ruanda.

Die wichtigsten Versionen: AM-3C (Bosbok in Südafrika).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Südafrika.
 


——— TECHNISCHE DATEN
Typ: AM-3C
Art: Beobachtungs- und Erdkampfunterstützungsflugzeug
Triebwerk: ein luftgekühlter Sechszylinder-Boxer-motor Lycoming GSO-480-B1B6 mit 403 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 280 km/h und max. Reisegeschwindigkeit 245 km/h in 2 440 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 8 400 m
Masse: Leermasse 1080 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 1700 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 12,64 m;
Länge 8,93 m;
Höhe 2,72 m;
Flügelfläche 20,36 m2
Bewaffnung: zwei Außenlaststationen für je 170 kg (Maschinengewehre, Raketenstarter, Kleinbomben, Luft-Boden-Flugkörper AS. 11 und AS. 12
 
Besatzung: 3
 

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