Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug BAC 167 Strikemaster

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Im Anschluß an die bewaffnete Ausführung 145 der Jet Provost TMk 5 entwickelte BAC die mit einem stärkeren Viper ausgerüstete 167 Strikemaster.


Die Fusion trägt Früchte

Der 1960 durchgeführte Zusammenschluß der wichtigsten britischen Luftfahrtfirmen zur British Aircraft Corporation ergab einen mächtigen und an Erfahrung reichen Konzern, der mit der BAC 167 Strikemaster sein erstes Militärflugzeug in Angriff nahm. Die Grundlage bildete das Standardschulflugzeug Jet Provost der RAF, das 1951 von Hunting Aircraft konstruiert wurde.

Erweitertes Einsatzspektrum

Obgleich die am 26. Oktober 1956 in die Flugerprobung genommene BAC 167 vieles mit ihrem Vorgänger gemein hatte, war ihr Einsatzpotential doch um einiges größer. Das mit einem Doppelsteuer vor den beiden nebeneinanderliegenden Sitzen ausgestattete Mehrzweckflugzeug wurde von einem Viper-Strahltriebwerk mit je 15,17 kN angetrieben und diente in seiner Grundversion hauptsächlich für die Einsatzschulung von Piloten. Dank der im Vergleich zur Jet Provost vierfachen Zuladungskapazität und des weit größeren Einsatzradius ließ sich die Strikemaster aber auch für Kampfeinsätze verwenden, wobei ihre robuste Bauweise und die Eignung für Behelfspisten sehr zustatten kamen. Außerdem war das Flugzeug mit modernen Radar- und Navigationssystemen ausgerüstet. Die Strikemaster war in erster Linie für den Export ausgelegt und verbuchte hier auch respektable Erfolge. Bis 1977 ließen sich immerhin 145 Exemplare verkaufen, die bei über acht verschiedenen Luftwaffen in Dienst gestellt wurden.

Die wichtigsten Versionen:
BAC 167 (eine einzige Version mit Ausnahme kleinerer Modifikationen wie der Einbau einer Klimaanlage für Oman).

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Ecuador, Kenia, Kuwait, Neuseeland, Oman, Saudi-Arabien, Singapur, Südjemen.
 


———— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: BAC 167
Art: Schul- und Kampfflugzeug
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Rolls-Royce Bristol Viper Mk 535 mit 15,17 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 834 km/h;
Dienstgipfelhöhe 12 200m;
Einsatzradius 2 224 km
Masse: hochstzulässige Abflugmasse 5 215 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 11,23 m;
Länge 10,27 m;
Flügelfläche 19,85 m2
Bewaffnung: zwei 7,62-mm-Maschinengewehre unter den Lufteinläufen plus Kampfmittel von max. l 360 kg an acht Außenstationen

Besatzung: 2
 

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